Marc - Mit Rückgrat, Verantwortung und Leidenschaft für den Straßenverkehr
Wenn Marc von seiner Arbeit erzählt, spürt man sofort, dass hier jemand mit Herzblut dabei ist. Seit über 25 Jahren ist er Teil des Landkreises Göttingen und hat dabei so ziemlich jede Entwicklung miterlebt. „Eigentlich war das alles gar nicht so geplant“, sagt er mit einem Schmunzeln.
Nach der Bundeswehr wollte Marc die Zeit bis zum neuen Job als Groß- und Außenhandelskaufmann überbrücken. „Ich hätte damals wirklich alles gemacht, Lkw fahren oder an der Tankstelle arbeiten – Hauptsache, Geld verdienen.“ Dann stieß er über das Arbeitsamt auf eine befristete Stelle beim Landkreis in der Finanzverwaltung. „Es war nur für ein paar Monate gedacht, hauptsächlich Dateneingabe. Aber so kam ich das erste Mal in Kontakt mit der Verwaltung – und das hat mich nicht mehr losgelassen.“
Nach einigen Jahren in der freien Wirtschaft blieb der Kontakt zu den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen bestehen. Schließlich führte ihn sein Weg zurück, diesmal dauerhaft. Im Jahr 2000 wechselte Marc in die Verkehrsbehörde, wo er bis heute als Sachbearbeiter für Schwerlasttransporte und Arbeitsstellensicherungen tätig ist. „Das passte perfekt, denn ich habe mich schon immer für Schwertransporte interessiert. Das war damals sogar mein Hobby.“ Mit der neuen Aufgabe kam auch die Auflage, den Verwaltungswirt zu absolvieren – eine Herausforderung, die er neben der Arbeit gemeistert hat.
Heute begleitet Marc Baumaßnahmen von Anfang bis Ende. Ob Straßensanierung, Holzfällarbeiten, Leitungsverlegung oder Dacharbeiten - er sorgt dafür, dass der Verkehr sicher fließt. „Ein Bauleiter ruft an, erklärt sein Vorhaben, und wir planen dann die passende Verkehrssicherung. Am Ende sehe ich das fertige Ergebnis und weiß, dass alles reibungslos funktioniert hat. Das macht stolz.“ Dabei muss er oft unter Zeitdruck handeln, denn viele Maßnahmen sind dringend. „Wir arbeiten immer just in time. Eigentlich wollen alle sofort mit der Arbeit beginnen. Da muss man schnell entscheiden können.“
Was ihm besonders wichtig ist, ist die Balance zwischen Sicherheit und Beweglichkeit im Straßenverkehr. „Ich wünsche mir, dass der Verkehr trotz Sicherung möglichst locker fließt. Es geht immer darum, den besten Kompromiss zu finden. Sicherheit darf nie auf Kosten der Leichtigkeit gehen und umgekehrt. Aber man braucht auch Rückgrat und manchmal ein dickes Fell. Wenn man das mitbringt, ist dieser Beruf einfach großartig.“
Marc schätzt die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Gemeinden und der Straßenbauverwaltung ebenso wie das Vertrauen seiner Vorgesetzen. „Ich kann komplett selbstständig arbeiten und weiß, dass ich Rückendeckung habe. Das ist viel wert, besonders weil unsere Arbeit oft im Fokus der Öffentlichkeit steht.“
Er lobt den Landkreis als Arbeitgeber, der Weiterentwicklung fördert und Einsatzbereitschaft anerkennt. „Wenn man Verantwortung übernimmt, wird das hier auch honoriert.“ Neuen Kolleginnen und Kollegen rät er: „Zeigt persönliches Interesse, seid offen und sprecht mit den Menschen. Das macht vieles leichter.“
Abseits der Arbeit findet Marc seinen Ausgleich beim Sport, auf Reisen und beim Angeln. Als Geschäftsführer seines Angelvereins ist er auch dort engagiert.